Bei familiengeführten Unternehmen lassen sich bei näherer Analyse viele Besonderheiten beobachten
Den Spagat zwischen Privat- und Geschäftsrolle haben alle Mitglieder eines Familienunternehmens zu leisten
Familienunternehmen sind „das Rückgrad der deutschen Wirtschaft“ und die am weitesten verbreitete Unternehmensform. Sie umfassen Handwerksbetriebe, Landwirtschaftsbetriebe, Industriebetriebe bis hin zu Konzernen.
Gegenüber nicht familiengeführten Unternehmen lassen sich bei näherer Analyse viele
Besonderheiten beobachten:
- sie entwickeln eine lebendige Lernkultur
- sind mitarbeiterorientiert und standortgebunden
- denken in langfristigen Strategien statt kurzfristigem Erfolg/Gewinn
- denken in Generationen, nicht in Quartalen
- haben meist flache Hierarchien und schnelle Entscheidungswege
- werden geleitet durch das Motto „Im Guten wie im Bösen“
- sind einer extrem hohen Komplexität ausgesetzt
- Firma und Privathaushalt befinden sich häufig auf dem gleichen Gelände
- schaffen Risikofaktoren und Chancen für die Entwicklung und Gesundheit der einzelnen Familienmitglieder
- die Mehrfachrollen einer Person, zum Beispiel Ehefrau, Mutter, Mitarbeiterin oder Mitgeschäftsführerin, Kollegin oder Chefin, Schwiegertochter, usw. sind schwer klar abgrenzbar und finden häufig am gemeinsamen Mittagstisch der Familie ihre Überschneidungen
Beratung hilft Ihnen in Ihrem Familienunternehmen
- Komplexität sichtbar zu machen und zu reduzieren
- klare Trennung von Bearbeitungsebenen, zum Beispiel Berufsrollen und Privatrollen im Kontext Firma versus Familien vorzunehmen
- Übergänge, Generationswechsel, Nachfolgeregelungen zu gestalten
- Bewusstsein dafür zu schaffen, dass Krisen Aufgaben entsprechen, die in Entwicklungsprozessen normal und nötig sind
- die Würdigung derer die aussteigen ( z.B. Lebenswerk des Gründers) und Förderung der Innovation durch die Neuen (Nachfolger) umzusetzen
- Konfliktkulturen zu analysieren und evtl. neue zu erarbeiten
- Kommunikation einzuführen und diese im geschützten Raum zu üben
- jedem Familienmitglied eine Stimme zu geben
- Außenseiter („schwarze Schafe“) zurück zu führen, Zugehörigkeiten zu benennen
- bei der Auflösung kollektiver Schutzmechanismen wie Vermeidung, Leugnung („Deckel drauf halten“)
- Entwicklung und Wachstum der Nachfolger / Kinder sichtbar zu machen und zu fördern
- Autonomie aller Familienmitglieder zu berücksichtigen, zu fördern und zu erhalten
- beim Lernen, dass Ereignisse/Prozesse reflektierend betrachtet werden können und sollten
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